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Abschied Berend

Beim Betreten des Wohnzimmers von Berend und Dora de Wit in Hoevelaken fällt einem sofort die wunderschöne Johannus Orgel ins Auge. Berend beginnt zu spielen, und unter den inspirierenden Klängen kommen mir alle möglichen Kindheitserinnerungen in den Sinn, die mich wehmütig machen.

Zeit für ein Interview mit einer markanten Persönlichkeit, die schon seit 40 Jahren der BEM, inzwischen VIANOVA, dient. Nicht „einfach nur” ein Kassenwart, sondern ein Kassenwart, der Abschied nimmt.

Wie bist Du mit der BEM in Kontakt gekommen, Berend?
„Durch meine Schwägerin Anneke Schellevis, die die Literaturarbeit in Belgien etabliert hat. Meine erste Begegnung fand 1975 während einer Zeltevangelisation in Sint-Truiden statt, bei der wir mithalfen. Mit Jan van ‘t Hof, der für mich wie ein Vater war, ging ich damals zum ersten Mal von Tür zu Tür, um mit Leuten über Gott zu reden. Erst führte Jan das Wort, aber auf einmal sagte er, dass ich jetzt an der Reihe wäre. In dem Augenblick, als ich mit der Frau an der Tür sprach, bin ich eigentlich zum Glauben gekommen.“

Berend erzählt mir, dass Gott seine Worte, die „einfach so aus ihm heraussprudelten“ gebrauchte, um diese Frau anzurühren. An jener Tür in Sint-Truiden wurde glauben für ihn etwas ganz persönliches, und am gleichen Abend auch für seine Frau. In dem Zelt in Sint-Truiden erklärte Johan Lukasse das Evangelium und rief dann zur Bekehrung auf. Jener Tag hat das Ehepaar de Wit verändert. Von diesem Moment an lasen sie auch die Bibel mit ganz neuen Augen.
1979 hat Berend dann die Verwaltung der BEM in den Niederlanden übernommen. Er hat für „BEZ/Onze Hoop ein maβgeschneidertes Verwaltungssystem in Excel erstellt, das noch immer in Gebrauch ist! Auch heute noch ist innerhalb von 5 Minuten alles wieder up to date.

Auf meine Frage, was ihn in der Bibel besonders anspricht, antwortet Berend, dass ihn Gottes Treue immer wieder berührt. Und dann erzählt er etwas sehr persönliches. Dora und er hätten sehr gerne Kinder gehabt. Aber ihre Ehe blieb kinderlos, und doch haben sie darüber Frieden gefunden. Auβerdem wollten sie Gottes Willen tun. Der Vers über „Gottes Herde hüten, die bei ihnen ist“, hat schlieβlich zum Durchbruch geführt: Mehr als 40 Jahre lang hat Dora als Lehrerin gearbeitet. Dort hatte sie Kinder um sich, die ihre Herde waren, für die sie sorgte.

Auf meine Frage nach seiner schönsten Erinnerung beginnt Berend zu strahlen. Es gibt zwar einige, aber am schönsten war es doch immer, wenn Menschen zum Glauben gekommen sind. Das ist und bleibt einfach die gröβte Freude! Auch der Kauf der Nortonhäuser war etwas ganz besonderes. Johan Lukasse war an den Häusern interessiert, aber wo sollte das nötige Geld herkommen? Es wurde jedoch nichts weiter darüber bekanntgegeben. Eines Tages rief eine Frau bei Johan an, um ihn in Brüssel zu treffen. Zu Fuβ machte er sich auf den Weg. Die Frau hatte eine Plastiktüte bei sich. “Sie sind auf der Suche nach einem Gebäude in Brüssel? Das ist für Sie!” Es stellte sich heraus, dass sie ihm Wertpapiere und Bargeld geschenkt hatte, mit dem ein Groβteil der Kosten für das erste Haus gedeckt werden konnten.

Was muss die Niederlande über VIANOVA wissen?
„Dass es die frühere BEM ist. Dass die Methoden sich zwar verändert haben, aber dass das Ziel, Menschen zu Jesus zu bringen, dasselbe geblieben ist. Die Wurzeln bleiben dieselben. Menschen brauchen Jesus Christus! Dafür müssen wir als Niederländer auch weiterhin beten!”

Und dazu kommt noch, dass es einen Nachfolger geben muss, weil er zurücktritt!
Berends gröβter Wunsch ist, dass VIANOVA ausgehend von der Bibel Menschen wieder hin zu Gottes Wort bringt. „Wir dürfen und müssen zur Bekehrung drängen!“ Wenn Menschen umkehren und neu geboren werden, entstehen neue Gemeinden. Das war immer die Berufung, und das muss auch so bleiben!


DER KASSENWART GEHT IN RENTE

Nach 40 Jahren geht unser Kassenwart Berend de Wit im November in Rente. Deshalb suchen wir dringend einen Nachfolger für seine Arbeit bei der Stiftung BEZ/Onze Hoop.

Diese Stiftung kanalisiert die Spenden, die täglich für ca. 95% der Missionare in Belgien eingehen. Mit Hilfe von Berend und dem von ihm selbst entwickelten Excelprogramm werden diese jeden Tag aktualisiert. Wer Erfahrung mit Excel und Buchhaltung hat, kann sich bei Peter melden. Sie müssen nichts Neues entwickeln und können vielmehr jederzeit auf unsere Hilfe als Teamviewer zurückgreifen. Sie sollten allerdings eine Leidenschaft für die Missionsarbeit und 5 Minuten Zeit am Tag haben. Jeden Monat wird ein Abschluss gemacht und die Übersicht davon an unser Büro in Zaventem geschickt. Das kostet sie nicht mehr als eine Stunde Arbeit pro Monat.

Wäre das etwas für Sie? Dann rufen Sie doch an unter + 32-2-2413015
Oder per E-mail: [email protected]

Interview durch:
Kees van Velzen
VIANOVA Verwaltungsrat