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Kolumne Edith – Dezember 2019

Unterwegs Jünger formen

Sue Tops, VIANOVA-Team

Vor vielen Jahren kamen Willy und ich mit zwei kleinen Jungs aus den USA nach Belgien, um in Willy’ s Heimatland Gemeinde zu gründen und den Belgiern Gottes Wort nahezubringen. Das hörte sich phantastisch an… Nach ein paar Monaten zeigte sich jedoch, dass es ganz und gar nicht so lief, wie ich mir das vorgestellt hatte. Meistens war es einfach nur frustrierend – von meinen Schwiegereltern wurden wir wegen unseres Glaubens nicht akzeptiert, und die Belgier allgemein machten auf mich einen kühlen und unglücklichen Eindruck. Es war für mich auch ungewohnt, meinen kleinen erst dreijährigen Sohn schon in den Kindergarten zu schicken… in meinen Augen war er dafür noch viel zu klein!!! Aber das Leben ging weiter. Nach und nach fing ich an, das Land und die Leute zu lieben und war dankbar für alles, was Gott mich hier gelehrt hat.

Heute – so viele Jahre später, haben wir einiges mit Gott erlebt, und ich sehe jetzt klarer, was Sein Plan für mein Leben ist. Da Gastfreundschaft eine meiner Gaben ist, haben wir immer ein offenes Haus für andere. Wir sind so dankbar für die Gemeinschaft, in die Er uns gebracht hat – auf einen Campingplatz mit ungefähr 300 Chalets, wo viele Leute ihren festen Wohnsitz haben. Dort versuchen wir Salz und Licht zu sein, indem wir unsere Nachbarn sehen lassen, wer wir sind und was unser Leben ausmacht. Eine unserer Nachbarinnen hat fast ein halbes Jahr lang mit uns in der Bibel gelesen und sich dann für Jesus entschieden. Sie hat sich auf unserem Grundstück in einem aufblasbaren Schwimmbad taufen lassen!

Willy war 30 Jahre lang Gefängnispfarrer. Daher haben wir viele Kontakte zu ehemaligen Häftlingen und ihren Familien… und auch da spielt Gastfreundschaft eine wichtige Rolle! Es ist spannend zu erleben, wie Gott im Leben dieser Leute wirkt!

Und dann sind da natürlich noch unsere Kinder und 6 wunderbare Enkel, die alle in unserer Nähe wohnen! Wir beten inbrünstig für sie, dass Jesus auch ihr Leben nachhaltig verändert. Für mich als Oma sind sie jeden Tag in meinem Herzen und in meinen Gebeten!

So gehen wir, in unserem mittlerweile fortgeschrittenen Alter, noch stets weiter vorwärts und freuen uns über die Liebe und den Frieden Gottes, den Er uns schenkt, wenn wir versuchen „Verlorene für Christus zu gewinnen“. Wenn wir unseren Blick auf Ihn gerichtet halten, bereitet Er Herzen darauf vor, Seine Liebe zu erfahren! Er ist unsere Festung und dafür loben wir Ihn!