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Kolumne Edith – März 2020

„… und tue Gutes“

Vor 30 Jahren kamen mein erster Mann und ich als begeisterte Missionare frisch von der Bibelschule nach Belgien, um eine Gemeinde zu gründen. Nur fünf Jahre später ist mein Mann an einem Hirntumor gestorben. Damals stellte ich mir die Frage: Warum Gott? Was nun? Gott gab mir Antwort mit Psalm 37,3: „Vertraue auf den HERRN und tue Gutes; wohne im Land und hüte Treue;“…

So bin ich als Missionarin in Belgien (Eupen) geblieben und habe 3 Jahre später meinen jetzigen Mann kennengelernt. 2001 sind wir nach Flandern gezogen, um auch dort als Missionare der BEM/VIANOVA zu arbeiten. Psalm 37:3 war nicht nur die Antwort auf meine Frage damals, sondern auch Gottes Schule und sein Auftrag für mich.

  • „Vertraue auf den Herrn“, auch wenn ich Gott nicht immer verstanden habe, Er hat mich nie verlassen! Er war treu, hat mir einen tollen neuen Mann geschenkt und zwei wunderbare Kinder. Jeder neue Ort in Belgien war für mich wieder eine Herausforderung im Vertrauen: wie wird das mit der Sprache gehen? Finden wir eine Wohnung? Wie verkraften die Kinder den Umzug… Gott blieb treu! Es lohnt sich, ihm immer wieder zu vertrauen!
  • Bleibe selbst treu! Vor allem Gott gegenüber und in den Aufgaben, die Gott gegeben hat. Die Aufgaben, die Gott für mich hatte, waren meistens nicht so auffallend. Aber wenn wir im Kleinen treu sind, lässt Gott uns an seinem großen Plan teilhaben. So durfte ich erleben, wie Er die Gemeinde in Eupen entstehen ließ und bestehende Gemeinden hat wachsen lassen.
  • Manchmal warten wir auf eine besondere Berufung. Doch ich habe entdeckt, dass das, was Gott von mir erwartet, eigentlich ganz einfach ist: tue Gutes! Naja, einfacher gesagt als getan. Aber wenn ich mit offenen Augen durchs Leben gehe, zeigt mir Gott, wo Menschen meine Hilfe, ein offenes Ohr oder ein gutes Wort gebrauchen können… Als wir nach Heusden-Zolder kamen, hat Gott uns deutlich gemacht, für diese Stadt zu beten und ihr Bestes zu suchen. Ich habe überlegt, was ich Gutes für die Stadt tun kann. So bin ich zur hiesigen Tafelarbeit gekommen. Durch das gemeinsame Kleider sortieren, ergeben sich immer wieder Gespräche über den Glauben. So darf ich Gutes tun und gleichzeitig auch mit Worten ein Zeugnis sein.