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LEITARTIKEL – „Kommt“ oder „Geht hin“?

[durch Eric Zander, Direktor Strategie]

In dieser neuen Ausgabe unseres Journals starten wir mit einer Art von Dreiteiler, um Schritt für Schritt die Wirkungsweise der neuen Strategie von VIANOVA zu enthüllen. Unser Ziel ist es, eine blühende Bewegung integrierter Gemeinschaften von Jüngern Jesu in ganz Belgien zu sehen. Wir müssen daher eine Dynamik in Gang setzen, die eine möglichst dauerhafte Bewegung erzeugt.

Im Prinzip geht es mehr um eine Wiederentdeckung, als um etwas wirklich Neues. Bei näherer Betrachtung fällt auf, dass Jesus zwei scheinbar gegensätzliche Befehle gebraucht, wenn er sich an uns wendet : « Kommt ! » und « Geht hin ! »

Jesus ruft uns alle zu Ihm, um Seinen Geist (1) zu empfangen, Ruhe (2) zu finden,… Aber als Er Seine Jünger zu sich rief, war das nicht nur, um gemeinsam mit Ihm gemütlich darauf zu warten, dass sich noch andere zu ihnen gesellen. Jesus rief Seine Jünger zu sich, um sie auszusenden. Direkt auf das „Kommt !“ folgte das „Geht hin!“.
“Und als er seine zwölf Jünger herangerufen hatte… Diese zwölf sandte Jesus aus…” (Matt. 10, 1 & 5)
“Ich habe euch erwählt und euch dazu bestimmt, dass ihr hingeht…” (Joh. 15, 16)
“Und er steigt auf den Berg und ruft zu sich, die er wollte… damit er sie aussende…” (Mark. 3, 13 & 14)
“Und als es Tag wurde, rief er seine Jünger herbei und erwählte aus ihnen zwölf, die er auch Apostel nannte.” (Apostel bedeutet wörtlich ‚Gesandter‘) (Luc. 6 :13)

Alle Jünger werden in die Welt gesandt, vor allem zu den Schwächsten und Verlorenen. « Wie der Vater mich gesandt hat, so sende ich euch » (Joh. 20, 11). Auch wenn wir nicht alle dazu berufen sind, unser Lebensumfeld, unsere Familie, unser Haus oder unsere Arbeit,… zu verlassen, so sind wir doch alle berufen, gezielt auf andere zuzugehen, um sie durch uns Jesus sehen zu lassen, auf der Arbeit, in der Nachbarschaft, bei unseren Freunden, in unserer Familie…

Viel zu lange haben wir unsere Art der Evangelisation auf das Organisieren von Veranstaltungen begrenzt, zu denen wir die Verlorenen eingeladen haben oder darauf, Leuten, die wir nicht kennen, an einem öffentlichen Ort das Evangelium zu verkündigen. Wir wollen auf den Ruf Jesu antworten und Sein Leben unter unseren Zeitgenossen inkarnieren. Wir beten, dass Gott Herzen öffnet und uns mit Menschen, die auf der Suche sind, zusammenbringt.
Jesus verkörpern in dieser Welt, unter allen Bevölkerungsschichten, indem wir natürliche Beziehungen aufbauen und neue Quellen suchen. Gott ist bereits am Werk. Wir dürfen mit Ihm zusammenarbeiten. So entsteht eine Bewegung.

Eric Z.

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(1) Joh. 7, 37
(2) Matt. 11, 28