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Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind,…

… den Rest kennen Sie. Möchten Sie Gottes Gegenwart erleben? Kommen Sie mit anderen Brüdern und Schwestern zusammen. Im Rahmen dieses Interviews nahm ich mit einigen Kollegen Kontakt auf und ihre Antworten ließen mich vor Freude hüpfen. Gott ist wirksam in unserem Land, in verschiedenen Schichten der Bevölkerung, auf vielfältige Weise. Drei einzigartige Erzählungen, die ein und dasselbe beschreiben: Menschen (Gläubige oder Nichtgläubige), die sich versammeln, um Gott kennen zu lernen. Hier handelt es sich nicht nur über Gemeinden. Entdecken Sie wie Gott einzigartige Gemeinschaften entstehen lässt.

Wachsen auf Gottes Weise

Vor einigen Jahren sah Reiner und Angelas Weg klar vorgezeichnet aus: In eine andere Region ziehen, um beim Gemeindeaufbau zu helfen. Die Realität entspricht aber nicht immer der Praxis. Weil sie keine Wohnung in dieser Stadt fanden, zogen sie eine Stadt weiter ein. Dann mussten sie die Arbeit in der Gemeinde stoppen. Was mussten sie jetzt tun? Durch Gebet und Überlegung mit der Missionsleitung bekamen sie den Auftrag: „Sucht euch ein Team!“ Sie beteten dafür und gleichzeitig schlossen sie sich einer bestehenden Gemeinde an, um selbst eine geistliche Heimat zu haben. Da lernten sie ein Ehepaar kennen, die auch in ihrem Dorf wohnen. Sie waren die ersten „Bausteine“ einer einzigartigen Gemeinschaft, mit dem Ziel eine neue Gemeinde zu gründen. Mittlerweile ist die Gruppe gewachsen. 14 Tätig kommen die Teilnehmer in einem öffentlichen Saal zusammen, um die Bibel zu lesen, auszutauschen, auf Gott zu hören, Gott zu loben… Weiterhin treffen sie sich regelmäßig in privater Umgebung zum Gebet oder für die 3D-Gruppen (*) oder noch für informelle gemeinschaftliche Momente wie einen Spaziergang oder um zusammen zu essen. Einzelne engagieren sich bereits in verschiedene soziale und kulturelle Projekte und gemeinsam halten sie Ausschau nach weiteren Möglichkeiten, wie sie Menschen zusammen in ihrem Umfeld dienen können. Sie wollen Jünger Jesu sein, die mit Luthers Worten „der Stadt Bestes suchen“, so dass die kleine Gemeinschaft nach Gottes Weise weiter wachsen kann und aufblühen kann.

(*) hier lesen

Willkommen bei Ihnen

Wenn jemand über einen Ferienpark spricht, denke ich an Urlaub im Wohnwagen oder Bungalow. Und dann trifft man dort Willy und Sue, die das ganze Jahr über da leben. Ursprünglich musste ihr Ferienhaus eine gemütliche Rente inmitten des Waldes beherbergen, heute ist es der Ausgangspunkt einer neuen Gemeinschaft. Man könnte die ca. 100 ständige Bewohner mit einem „Stamm“ vergleichen, mit einem gemeinsamen Interesse: sich in der freien Natur entspannen. Freundschaften werden mühelos geschlossen, auf einen Spaziergang oder mit dem Nachbar. Lassen Sie uns an den Wochenenden 200 Personen hinzufügen, eine Zahl, die bis zu 600 in den Ferien betragen kann. Sehen Sie die Gelegenheit? Willy und Sue bleiben ihren Überzeugungen treu, tun Gutes um sie herum, auch wenn viele über den Glauben nicht sprechen wollen. Doch haben sie viele Überraschungen erlebt. Z.B. eine Dame, die nichts davon wissen wollte, und die eines Tages an ihrer Tür klopfte, um mehr über Jesus zu hören. Für einige Monate lasen sie zusammen die Bibel und sie nahm Christus als ihren Herrn an. Sie wurde in ihrem aufblasbaren Schwimmbecken getauft! Diese Taufe hat sich positiv auf andere Einwohner des Ferienparks ausgewirkt.

„Willkommen bei uns“ ist „Willkommen bei Ihnen“ geworden.

Auf einem anderen Gebiet bieten Willy und Sue (Ex-)Sträflingen ihre Freundschaft und ihre Zeit an. Diese Menschen traf Willy im Gefängnis, als er Kaplan war. Diese Personen haben oft Schwierigkeiten, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren, und sie finden in Willy und Sue einen festen Halt für ihr neues Leben. Einige kommen zum Bibellesen, manchmal mit ihrer Familie, andere lernen Jesus zu kennen und lassen sich taufen. Viele wünschen sich, um in die Nähe zu ziehen, so dass sie die Reise gemeinsam fortsetzen können.

Auf den ersten Blick hat sich wenig in ihrem Dienst geändert. Willy und Sue haben aber sich in der Art entwickelt, wie sie auf Menschen zugehen. „Willkommen bei uns“ ist „Willkommen bei Ihnen“ geworden. Sie haben die beiden „Stämme“ vollständig miteinander integriert. Das Ergebnis? Mehr und mehr Teilnehmer und ein wachsendes Interesse daran, andere Christen zu begegnen. Die Gemeinde Christi ist da, wo sie lebt. Wenn sie in der Öffentlichkeit anwesend und zugänglich ist, kann Gott entsprechend seinem Plan wirken.

Gott in der Mitte

Ein paar Monate nach unserer Hochzeit freundeten mein Mann und ich uns mit einem anderen frisch verheirateten Ehepaar „geistlich“ an. Wir waren in der gleichen Lebensphase, hatten dieselben Fragen und trafen uns regelmäßig zum Beten, in Christus zu wachsen und zusammen zu essen. Seitdem ist unser Quartett zu einer kleinen Gemeinschaft von Gläubigen herangewachsen, die besser verstehen wollen, was es bedeutet, Jünger Jesu zu sein. Das geschah in Wallonien vor mehr als 10 Jahren. Als mein Kollege Benny mir von seiner Freitagsgruppe erzählte, hatte ich das Gefühl, ich würde in der Zeit zurückgehen. Dieses Mal in Flandern und heutzutage.

Wir waren in der gleichen Lebensphase, hatten dieselben Fragen.

Um ihr Verständnis der Ehe zu vertiefen, und die Liebe Christi widerspiegelnde Ehepaare zu werden, treffen Benny und Berit sich jeder Freitag mit zwei jungen Ehepaaren aus ihrer Stadt. Diese persönliche Initiative findet parallel zu ihrem Engagement in der Gemeinde statt und versammelt sechs Jünger, die dieselbe Lebensphase teilen. Brüderliches Mahl, Austausch auf die vergangene Woche, freie Anbetung, Gebet, spontane Lesung des Wortes, Momente der Stille, keine Zeitbegrenzung: Gemeinschaftliche Abende nach Maß, die der jungen Generation erlauben, um ihre Ehen und zukünftigen Familien von Gott formen zu lassen.

Sie sind dran

Die Vision von VIANOVA ist insgesamt ganz einfach: In Gemeinschaften Jünger versammeln, die nicht fürchten, den Charakter ihres Meisters widerzuspiegeln, wo er sie dorthin gebracht hat. Sie können klein anfangen – mit Freunden, die ihre Interessen teilen, oder mit Nachbarn. Vielleicht wird ihre Gruppe sich nie zu einer Gemeinde entwickeln, aber vielleicht ist es nicht nötig. Entscheidend ist es, dass die Gläubiger aus Belgien ihre Jüngerschaft voll und ganz annehmen, dass sie in einer oder mehreren Gemeinschaften zusammenkommen, wo sie geistlich wachsen werden, damit die Herrschaft Gottes über unser Land errichtet wird. Also, wann fangen Sie an?

Interview durch:
Eunice Parodi
VIANOVA Öffentlichkeitsarbeit